Montag, 25.9.2017
Gegen 11 Uhr brechen wir nach Granada auf, wo wir den Tag verbringen wollen. In der Calle Portezuelas hat uns Laura einen Laden für Kräuter und Gewürze empfohlen, den suchen wir als erstes auf. Der Laden hat wirklich ein riesiges Angebot an Kräutern und wir brauchen ewig, bis wir uns für etwas entschieden haben. In der calle Tablas trinken wir café, bevor wir die Capilla Real an der Kathedrale besuchen. Hier liegen Fernando und Isabell, die sog. Reyes católicos, die entscheidend an der Großmacht Spaniens mitgewirkt haben. Die extrem religiöse Königin hatte einen beachtlichen Kunstschatz italienischer, niederländischer und spanischer Malerei angesammelt, der nun in der Ausstellung der Capilla zu sehen ist.
Anschließend erklimmen wir die Alhambra, die große Festung der islamischen Herrscher Andalusiens. Die Eintrittskarten muss man Wochen im voraus bestellen, den Besuch auf Tag und Stunde genau planen – das haben wir nicht getan. Wir besuchen nur die frei zugänglichen Bereiche, was immer noch die Alcazaba (Burg), Teile der Gärten und einige Gebäudekomplexe innerhalb der Befestigung.
Im Mittelalter umfasste die Alhambra eine ganze Stadt. Noch bis Anfang des 20ten Jhd. waren die Häuser bewohnt. Unter anderem wohnte hier bis zur Enteignung der Komponist Ángel Barrio. Er brachte viele Künstler auf der Alhambra und bildete hier ein wichtiges kulturelles und intellektuelles Zentrum der Stadt. Er wohnte in einem kleinen Haus neben den ehemaligen Bädern, wo ihm aktuell ein Museum eingerichtet wird.
Später schlendern wir in die unteren Stadtviertel zurück. In einem Restaurant gegenüber einem kleinen botanischen Garten bekommen wir um kurz nach 4 Uhr grade noch ein Mittagsmenu. Der Garten wurde ursprünglich zu Studienzwecken eingerichtet und liegt in dem schönen Hof eines alten Universitätsgebäudes. Wir statten der Sammlung von Bäumen, Sträuchern und Kräutern noch einen Besuch ab, bevor wir uns auf den Weg nach Cabo de Gata machen.
Nach Almería fahren wir über die nördlich der Sierra Nevada führende Route. Von der Autobahn aus bieten sich noch mal ein paar schöne Panoramablicke auf die Berge. Als wir am Cabo de Gata ankommen, ist es bereits dunkel. In San José, dem touristischen Zentrum des Naturparks, haben wir ein Zimmer gebucht. Mit einem Spaziergang an der Strandpromenade beenden wir den Tag.















