
Montag, 18.9.2017
Maria und ich treffen uns in Málaga am Flughafen, wo wir für die Reise ein Auto gemietet haben. Unser erstes Ziel ist Güéjar Sierra, ein Dorf in der Nähe von Granada, im nördlichen Tal der Sierra Nevada. Hier lebt seit 6 Jahren Laura, eine alte Freundin aus Barcelona.
Auf dem Weg von Málaga nach Granada machen wir einen Abstecher nach Iznájar. Der Ort liegt oberhalb eines großen Stausees, dem embalse de Iznájar. Bevor sich die Serpentinen zum See hinunterwinden, eröffnet sich von der Straße aus ein großartiger Ausblick über den türkisfarbenen Stausee und das Dorf, was sich auf der gegenüberliegenden Seite an den Hang klammert. Von oben läd das Wasser zum Baden ein, was sich am Ufer angekommen als weinger appettitlich herausstellt. Durch den extrem niedrigen Wasserstand ist der Strand breit und der Grund am Ufer schlammig. An dem staubigen Strand stehen unbenutzt eine Reihe Tretboote mit Rutschen. Ein paar wenige Besucher sonnen sich – die Autos unweit der Wasserkante geparkt – in einem etwas endzeitlich angehauchten Szenario aus Liegestühlen, Sonnenschrimchen und einer zweifelhaften Kühltruhe nebst Dosenbier.
Wir besuchen Iznájar, erklimmen den Berg mit der Burg und der Kirche, wo um die Mittagsstunden alles still und geschlossen ist.
Von Granada aus folgen wir der Rute zur Sierra Nevada, die wir in Pinos Genil verlassen. Entlang am Rio Genil passieren wir den Stausee, über dem das Dorf G.S. liegt. Gegen 16 Uhr erreichen wir Güéjar Sierra wo wir für die erste Woche im B&B Arroyo de Greda gebucht haben, ein Tipp von Laura, der sich als sehr gut rausstellt. Das Haus am Ende des Dorfes ist liebevoll hergerichtet und von der Terrasse aus hat man eien fantastischen Blick auf die gegenüberliegenden Berge mit den vielen Gipfeln, von denen wir ein paar im Laufe unserer Wanderungen kennenlernen werden.

Als erstes besuchen wir Laura in ihrem Haus nicht weit von unserer Unterkunft. Das Haus ist ein schwer zu erfassendes Labyrinth aus Eingängen, Treppen, Räumen und kleinen Terrassen, die immer wieder den Blick über das Tal eröffnen. Laura – ich hatte es ehrlich gesagt nicht anders erwartet von ihr – modelliert das Haus in Eigenarbeit komplett um, und verwandelt es mit großer Fantasie und Sachverständnis in ein ihr würdiges Märchenschloss.








